Pressemitteilung vom 13.08.2009
Halle (Saale)Halloren Schokoladenfabrik AG: Zweistellige Umsatzsteigerung um 48 % im 1. Halbjahr 2009
Die Halloren Schokoladenfabrik AG konnte unter dem Gesichtspunkt des Unternehmenswachstums und der Vergrößerung des Marktanteils ein sehr gutes 1. Halbjahr 2009 verzeichnen. Ein Blick auf die Zahlen belegt die positive Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten. So erhöhte sich der Konzernumsatz um rund 48 %. Die Gesamtleistung verbesserte sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an Fertigwaren und der sonstigen betrieblichen Erträge um 45,8 %.
Auf der Ertragsseite war das Wachstum in den Monaten Januar bis Juni maßgeblich geprägt durch überdurchschnittlich hohe Markterschließungskosten sowie durch den neuen Produktionsstandort in Delitzsch. Beides zusammen genommen führte zu einer Verminderung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 0,46 Mio. € auf jetzt noch 0,67 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag für den Berichtszeitraum bei - 0,58 Mio. € und ist somit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. "Mit diesen Kennzahlen liegen wir im Rahmen unserer eigenen Erwartungen." sagt Klaus Lellé, Vorstandsvorsitzender.
In wirtschaftlich schwierigem Umfeld hat die Halloren Schokoladenfabrik AG in 2008 die Integration der Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH vollzogen. Die Zusammenführung der Unternehmen wurde weiter effizient vorangetrieben. Lellé weiter: "Mit dem bisherigen Verlauf der Integration sind wir sehr zufrieden. So haben wir mit dem Vollzug des Kaufs nicht nur die Basis für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit der neuen Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH gelegt, sondern auch durch Erweiterung unseres Vorstands und Investitionen in Produktion und Vertrieb die Weichen auf ein weiteres dynamisches Wachstum der Halloren Gruppe gestellt."
Keine Frage, das Traditionsunternehmen Halloren wird sich dem allgemeinen Umfeld und der weltweiten Rezession nicht entziehen können. Dennoch hat uns auch die allgemeine Entwicklung darin bestärkt, dass die Übernahme strategisch richtig war und ist. "Denn, durch den Kauf haben wir ein Unternehmen geschaffen, das stärker, robuster und krisenfester ist als zuvor. Wir haben nunmehr zusätzlich eine hervorragende Ausgangsposition, um auch im Preiseinstiegs-, Handelsmarken- und Industriegeschäft ein kompetenter, vertrauenswürdiger Partner auf Augenhöhe mit dem Handel zu sein." so Lellé.
Aufgrund der sich bereits Anfang Juli abzeichnenden sehr guten Auftragslage erforderte das 2. Quartal eine deutliche Erhöhung des Bestandes an Halbfertig- und Fertigwaren. Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach der Sommerpause ab Mitte August haben wir auch in diesem Jahr wieder auf die dreiwöchigen Betriebsferien verzichtet.
Auf der Kostenseite hat sich die Süßwarenbranche auf gegenläufige Preisentwicklungen bei wichtigen Rohstoffen einzustellen. Während die Preise für Kakao im ersten Halbjahr deutlich anzogen, kann eine Entspannung bei Milchprodukten, Zucker und Haselnüssen und Mandeln gemeldet werden. Insgesamt sieht sich die Branche aber immer noch mit einer schwierigen Situation bei der Beschaffung von Rohstoffen und Energien konfrontiert. Auch Halloren kam nicht umhin, diese Preissteigerungen an den Handel weiterzugeben. Die Verkaufspreisanpassungen konnten bis zum Ende des Berichtszeitraums erfolgreich umgesetzt werden.
Mit einem zweistelligen Wachstum von 48 % entwickelten sich die Umsätze der Halloren Gruppe im 1. Halbjahr des laufenden Jahres hervorragend. Dabei steht der Umsatz der Delitzscher Schokoladenfabrik GmbH für diesen Zeitraum mit 6,8 Mio. € zu Buche. Im Bereich der Confiserie und Chocolaterie sind die Umsätze hingegen um ca. 5 % zurückgegangen. Hier scheint sich im gesamten Süßwarenmarkt eine Trendverlagerung zu vollziehen. Günstige Schokoladenartikel mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis werden verstärkt nachgefragt. Diese Mehrumsätze gehen allerdings zu Lasten der hochpreisigen Premiumangebote.
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2009 bleibt Halloren insgesamt unverändert zuversichtlich: Die ersten sechs Monate waren von einer positiven Umsatz- und unter Berücksichtigung von Finanzergebnis und der außerordentlichen Erträge auch von einer Ergebnisentwicklung im Rahmen der Erwartungen geprägt. Für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, den Wachstumstrend der vergangenen Jahre fortzusetzen und unsere Planzahlen zu erfüllen: Die Umsätze sollen um 42 % auf 54 Mio. € steigen. Aus heutiger Sicht wird das Erreichen des soliden Vorjahresergebnisses vor Steuern vorbehaltlich außergewöhnlicher und derzeit nicht vorhersehbarer Entwicklungen bestätigt.
Über Halloren:
Die Halloren Schokoladenfabrik ist mit über 200 Jahren Firmengeschichte Deutschlands älteste Schokoladenfabrik. Bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert genoss das hallesche Traditionsunternehmen weit über die eigenen Stadtgrenzen hinaus einen erstklassigen Ruf als Hersteller hochwertiger Pralinés. Auch nach der Wiedervereinigung blieb der Erfolg ungebrochen. Vor allem in den neuen Bundesländern ist die Marke Halloren jedermann ein Begriff. Die Firmengruppe beschäftigt in ihren Geschäftsbereichen "Halloren Marke", "Chocolaterie", "Confiserie" und "Industrieproduktion" derzeit rund 497 Mitarbeiter. Zum Sortiment zählen über 180 Schokoladenprodukte - von Confiserie-Artikeln bis zu den Original Halloren Kugeln.
