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Pressemitteilung - Mitteldeutscher Branchentag

Datum: 06. Mai 2010
Autor: Conomic Marketing & Strategy Consultants GmbH


Am 06. Mai 2010 fand in Deutschlands ältester Schokoladenfabrik in Halle an der Saale der Mitteldeutsche Branchentag für Handel und Konsumgüterhersteller statt.

In der Halloren Business Lounge konnte der Veranstalter Conomic Marketing & Strategy Consultants über 70 Gäste aus Industrie und Handel begrüßen. Teilnehmer waren viele ostdeutsche Markenhersteller (z.B. Kathi, Halberstädter Würstchen, Röstfein Kaffee, Libehna Fruchtsaft und Wikana Keks) und Handelsunternehmen (z.B. Edeka, Konsumgenossenschaft Leipzig sowie das Handelverbundsystem Sagaflor, welches die Handelskonzepte Zoo&Co, Tier Total, grün erleben u.v.w. betreut).

Neben vielen anregenden Diskussionen gab es insgesamt vier Vorträge.

Vorstandsvorsitzender der Halloren Schokoladenfabrik und Hausherr, Klaus Lellé, stimmte in den Tag ein und berichtete vom turbulenten Jahr 2009, welches die Halloren mit einem Rekordumsatz abschlossen. Trotz stark steigender Kakao- und sinkender Einzelhandelspreise erreichte das Unternehmen im Jahr der Wirtschaftskrise durch gezielte Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne eine deutliche Ergebnisverbesserung.

Zum Thema "Profilierung einer Marke über Regionalität" referierte Thomas Rost, Marketingleiter der Sachsenmilch AG. Die Molkerei in Leppersdorf vor den Toren Dresdens gilt als einer der modernsten milchverarbeitenden Betriebe Europas mit einer Kapazität von 1,5 Milliarden Kilogramm Milch pro Jahr. Die regionale Milchmarke Sachsenmilch wurde mit einem umfassenden Markenrelaunch in den letzten Jahren ganz neu aufgebaut. Im Sommer letzten Jahres wurde der Sachsenmilch AG dafür in der Branche die "beste Markenführung 2009" bescheinigt. "40% aller Milch- und Molkereiprodukte, die zwischen Ostsee und Thüringer Wald unter einer der sieben Regionalmarken angeboten werden, sind ein Markenerzeugnis der Marke Sachsenmilch.", so der Marketingleiter. "Damit avanciert unsere sächsische Herkunftsmarke zur erfolgreichsten regionalen Milchmarke des Ostens." Neben Sachsen-Anhalt will Sachsenmilch zukünftig v.a. in Berlin und Brandenburg weiter wachsen und an Beliebtheit gewinnen. Die in einem Malwettbewerb ausgewählten Kinderzeichnungen, die seit Mai 2010 die H-Milch-Packungen des Unternehmens zieren, werden zu diesem Vorhaben sicherlich beitragen.

Für interessante Aspekte aus der Handelsperspektive sorgte Dirk Körner, Geschäftsführer der EDEKA Handelgesellschaft Minden-Hannover. Herr Körner berichtete über die Herausforderungen und Zukunftskonzepte, mit denen sich die mit 6,4 Milliarden Euro Umsatz größte Edeka-Regionalgesellschaft derzeit beschäftigt. Herr Körner wies in seinem Vortrag auf Demographiewandel in Kombination mit dem wachsenden Verdrängungswettbewerb hin, dem sich EDEKA sowohl durch die Sortimentsausweitungen der Lebensmitteldiscounter als auch durch zunehmende Bedeutung von Drogeriemärkten und weiteren Category-Spezialisten ausgesetzt sieht. Diesem kann jedoch mit modernen Konzepten und einer hohen Flexibilität begegnet werden. Die Stärken der EDEKA liegen dabei v.a. in der Frischeware, neben Obst und Gemüse insbesondere bei Fleischwaren. Darüber hinaus hat sich "Regionalität" bei der EDEKA Minden zu einem Dauerthema entwickelt. "Ziel ist es, in der Sortimentsführung noch stärker regional und lokal ausgerichtet zu sein. Dies birgt auch viele Chancen für kleinere, mittelständische Nahrungsmittelhersteller.", so Körner. Ein wichtiger Schritt in Sachen Regionalität ist dabei das Projekt NEPro, das EDEKA derzeit mit dem Netzwerk Ernährungswirtschaft in Sachsen-Anhalt umsetzt. Zur Erhöhung des Innovationsgrades im Mittelstand und zur Senkung der Flopraten wurde innerhalb des Projektes mit dem sogenannten Neuheitenregal in vier EDEKA-Märkten eine völlig neue Art der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel ins Leben gerufen.

Zum Abschluss des Branchentages lieferte Falk Ritschel, Conomic Marketing & Strategy Consultants, interessante Aspekte zur Kundenbindung im Einzelhandel und in der Konsumgüterindustrie. Der Berater wies zu Beginn seines Vortrages darauf hin, dass Unternehmen mit ihren Kunden eine Beziehung eingehen. An einigen kritischen Punkten unterliegt diese der Gefahr der Auflösung. "Wer seine Kunden halten will, sollte nicht versuchen, sie wahllos glücklich zu machen, sondern sollte sich ernsthaft mit den Ursachen auseinandersetzen, die zur Abwanderung führen und an diesen arbeiten.", so der Strategieberater. Ritschel zeigte Ergebnisse aus verschiedenen Studien, in denen Abwanderungsursachen aufgedeckt wurden. Gerade die Art und Weise wie eine Kundenkarte gestaltet ist und welche monetären und nicht-monetären Anreize mit der Karte verbunden sind, können dabei entscheidend für die Loyalität und Treue des Kunden sein. Ritschel kommentierte: "Viele Unternehmen machen hier einen Fehler. Sie optimieren ihre Kundenbindungsprogramme nur aus ihrer Sicht und versetzten sich nicht in ihre Kunden hinein. Nutzen und Anreizwirkung bleiben dann natürlich aus."

Die durch die Teilnehmer äußerst positiv bewertete Veranstaltung soll auch im Frühling 2011 wieder ein Diskussionsforum für Handel und Konsumgüterindustrie bieten.
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mehrÜbersicht Events@Halloren